Fußbodenheizung: Systemvergleich

- Bei Sanierungen sind Trockenbausysteme vorteilhaft. Foto: Bundesverband Flächenheizungen (BVF)
Wasser- und Elektrosysteme im Vergleich
Flächenheizungen sind eine sehr energiesparende Möglichkeit der Wärmeverteilung. Dies gilt allerdings in erster Linie für Systeme, die an die Zentralheizung angeschlossen sind und von warmem Wasser durchflossen werden. Dem gegenüber stehen Elektro-Flächenheizungen zur Bodentemperierung.
Jedes dieser beiden Systeme hat Vor- und Nachteile. Die Vorteile kommen dann zum Tragen, wenn die unsichtbaren Bodenheizungen im passenden Umfeld eingesetzt werden.
Wasserführende Fußbodenheizungen
Vorteile
- Die niedrigen Betriebstemperaturen passen hervorragend zu Solar- und Brennwertheizungen.
- Abstrahlung von behaglicher Strahlungswärme.
- Lange Speicherfähigkeit des „Heizkörpers” Fußboden.
- Keine störenden Heizkörper „verbauen” den Raum.
Nachteile
- Je nach Bodenaufbau lange Reaktionszeiten, dadurch erfolgt das Aufheizen bzw. Abkühlen des Raums mit Verzögerung.
- Die Aufbauhöhe einer Fußbodenheizung kann sich bei einer Sanierung als Nachteil erweisen.
- Teurer als elektrische Systeme, nicht geeignet für Do-it-Yourself-Arbeiten.
Spezielle Trockenbau-Sanierungssysteme mit niedriger Aufbauhöhe und geringerem Gewicht stehen zur Verfügung. Solche Systeme sind gleichzeitig auch weniger träge, das heißt sie reagieren schneller auf die Temperatureingaben des Nutzers. Intelligente Regelungen sorgen zudem dafür, dass die Wunschtemperatur im Raum möglichst immer zum gewünschten Zeitpunkt zur Verfügung steht.
Elektrische Fußboden-Temperierungen
Vorteile
- Preisgünstig und Do-it-Yourself-geeignet (siehe hierzu unsere Schritt-für-Schritt-Anleitung PDF-Download unten). Nur den elektrischen Anschluss muss ein Elektriker durchführen.
Verlegung des AEG-„Thermobodens”. Foto: AEG Haustechnik
- Die geringe Aufbauhöhe erlaubt auch den nachträglichen Einbau. In Frage kommen dabei eine ganze Reihe von Bodenbelägen.
- Die Heizmatten können punktgenau an „Lieblingsstellen” verlegt werden, zum Beispiel an „Barfußplätzen” im Bad.
- Es ist kein Anschluss an die Zentralheizung nötig. Elektrosysteme sind Insellösungen, die nur einen Stromanschluss brauchen.
Nachteile
- Elektrosysteme stellen keine vollwertige Heizung dar, sondern lediglich eine ergänzende Temperierung (Ausnahme: Restheizung in Passivhäusern mit minimalem Heizwärmebedarf).
- Strom ist die teuerste Energie – zu lange Laufzeiten der Heizung gehen ins Geld! Mit Zeitschaltuhren können die Laufzeiten der Elektroheizungen auf das Notwendigste reduziert werden.
