Mitwachsende Häuser: Für alle Lebenslagen

- Foto: Weber-Haus
Wird aus dem Single mal ein Paar, mit Einzelkind oder Kinderschar? Braucht man in Zukunft Platz für eine Patchwork-Familie oder für die Großeltern? Wer weiß mit 30 schon, was mit 50 sein wird? Macht nichts - Bauen geht trotzdem: bedarfsgerecht für jetzt und für später.
Mit einer geschickten Planung kann heute schon für später gebaut werden – egal, ob das Budget üppig bemessen ist oder gerade mal für die „Starter-Lösung” reicht. Wir stellen einige flexible Hauskonzepte vor.
Klein anfangen – groß ausbauen
Voraussetzung für dieses Konzept ist ein genügend großes Grundstück, das Raum für Erweiterungen bietet. Platzieren Sie das kleine Starter-Haus auf dem Grundstück so, dass spätere Anbauten problemlos in das zulässige Baufenster passen und harmonisch angegliedert werden können.
Um keine „Zufalls-Architektur” zu bekommen, sollten Sie gleich in Modulen planen. Fertighaushersteller wie Weber-Haus mit „Growin‘ up” (siehe Bild oben) bieten modulare Konzepte an, bei denen an ein Basismodul Zimmer, Bäder und Terrassen oder auch „Einlieger”-Module angedockt werden können.
Das Basismodul beinhaltet mindestens den Wohn-/Ess- und Kochbereich, ein Bad sowie ein Schlafzimmer. Achten Sie bei der Planung vor allem darauf, dass die Schnittstellen zu den Anbaumodulen stimmen: Die Lage von Treppen, Fluren und Türen sollte auf die nachträgliche Erschließung zusätzlicher Baukörper abgestimmt sein. Installationen sollten sich ohne großen Aufwand weiterziehen lassen.
Eingeschossig anfangen - nach oben wachsen
Flachdachbauten eignen sich als Basis für Singles und Paare besonders gut. Sie erlauben nicht nur Erweiterungen nach rechts und links, sondern auch nach oben – ohne zusätzlichen Grundstücksverbrauch.
Von diesem Vorteil profitieren Bauherren, die sich für einen Bungalow entscheiden. Sie genießen zunächst das komfortable und großzügige Wohnen auf einer Ebene. Und wenn nicht baurechtliche Bestimmungen dagegen sprechen, lässt sich die Fläche ohne große Eingriffe in die bestehende Wohnung mit einem zweiten Geschoss verdoppeln.
Ausbauhäuser sind oft genau nach diesem Konzept gebaut: Das Erdgeschoss ist eine komplette Wohneinheit, das Dachgeschoss zum späteren Innenausbau vorbereitet.
Beliebte Wachstums-Option: der spätere Dachgeschoss-Ausbau. Beim Entwurf „First Class 139” verfügt das Erdgeschoss über ein Duschbad und reicht für eine dreiköpfige Familie, solange das Baby im elterlichen Schlafzimmer schläft. Bis es ein eigenes Zimmer braucht, ist genug Zeit, das obere Stockwerk wohnlich einzurichten.
Foto: B.O.S.-Haus
Groß einsteigen – flexibel nutzen
Wenn das Baubudget reicht, um gleich in die Vollen zu gehen, dann können verschiedene Zukunftsoptionen vorausschauend geplant werden. So kann beispielsweise eine Einliegerwohnung so angeordnet werden, dass sie später – wenn die Kinder erwachsen werden und eine eigene Wohneinheit beanspruchen - leicht in die Hauptwohnung integriert werden kann. So wird aus einer vermieteten Einheit ein Mehr-Generationen-Haus. Bis es soweit ist, unterstützen die Mieteinnahmen aus der Einliegerwohnung die Finanzierung des Hauses.
