Sonnenhäuser – Licht, Glas und solare Energie

- Foto: Meisterstück-Haus
Energie von der Sonne – umweltneutral, unerschöpflich und kostenlos. Kein Wunder, dass der Sonne beim Bauen ein immer größeres Gewicht zukommt. Auch ihre positive Wirkung auf die Psyche und den Organismus ist ein wichtiger Grund, Licht und Strahlung einzufangen. So nutzen Gebäude die Sonne, und so können Sie Energie sparen:
Die Sonne aktiv und passiv nutzen
- Die günstigste Energie ist die, die man gar nicht erst verbraucht. Zu jedem Sonnenhaus-Konzept gehört deshalb eine gute Dämmung. Sie schützt gleichzeitig vor sommerlicher Überhitzung der Innenräume.
- Im nächsten Schritt geht es um den Umgang mit Glas: Fensterflächen im Süden, Osten und Westen fangen im Winter auf „passive” Weise die tief stehende Sonne ein. Für den Sommer dagegen sind Maßnahmen nötig, mit denen die Hitze von den Glasflächen ferngehalten werden kann: weite Dachüberstände, Markisen oder andere Verschattungseinrichtungen.
- Erst im nächsten Schritt kommt die Haus- und Heiztechnik ins Spiel – und damit auch die aktive Solarnutzung. Alle erneuerbaren Energien können im Grunde auf die Sonnenenergie zurückgeführt werden. Die Sonne erwärmt Luft, Erde und Wasser, die als Umweltwärme-Lieferant für Wärmepumpen genutzt werden. Die Sonne lässt auch Holz wachsen, das verfeuert wird.
Klimafreundlich ist also nicht nur die Solarwärmegewinnung über Kollektoren, sondern auch eine Pelletsheizung oder Wärmepumpe. Wenn zudem der Strom für Heizung, Hausgeräte und Beleuchtung per Photovoltaik von der Sonne kommt, ist auch die letzte „Schwachstelle” im Energiekonzept ausgeräumt.
KfW-Standards
Für die Energiebilanz eines Hauses haben sich die Förderstandards der KfW etabliert. Ein sogenanntes KfW-Effizienzhaus 100 erfüllt das, was die Energieeinsparverordnung (EnEV) vorschreibt. Beim KfW-Effizienzhaus 70 liegt der Jahresprimärenergiebedarf 30 Prozent darunter – das Haus ist damit förderfähig. Die weiteren Förderstufen sind KfW 55, KfW 40 und das Passivhaus.
Fertighaushersteller bieten für ihre Entwürfe in der Regel komplette Paketlösungen für die einzelnen Energiesparstufen an, meist zumindest für ein KfW-Effizienzhaus 70. An diesen KfW-Standards können sich Bauherren leicht orientieren: Konfrontieren Sie den Hausanbieter mit Ihrem energetischen Wunschziel, dann erhalten Sie ein komplettes Paket aus Dämmung, Heizung und Haustechnik, mit dem dieses Ziel erreichbar ist.

