Draußen kochen: Tipps für die Gartenküche

- Die Alternative zu Bratwurst & Co: eine gasbetriebene Outdoor-Küche macht die Grillparty zum Gourmet-Treffen. Foto: djd/www.muenkel.eu
Wer möchte im Sommer schon lange in der Küche stehen? Verlegen Sie doch die Zubereitung der Mahlzeiten einfach nach draußen! Wir geben Tipps für die perfekte Open-Air-Küche.
Mit einer Gartenküche bringen Sie Urlaubsfeeling in den Alltag: Kochen, Gemüse putzen und Abwaschen machen an der frischen Luft einfach Spaß. Ein guter Platz für die Open-Air-Küche ist die Terrasse, denn erfahrungsgemäß muss immer etwas aus der Küche geholt werden. Sind am Haus Außensteckdosen und Wasseranschluss vorhanden, können Sie diese nutzen. Auch ein weiter entfernt liegender Sitzplatz kommt als Standort in Frage. Wenn der Weg dorthin leicht passierbar und möglichst ohne Treppenstufen ist, lassen sich die benötigten Utensilien problemlos auf einem Küchenwagen transportieren.
Fertig kaufen oder selbst Hand anlegen?
Begeisterte Heimwerker können die Küchenzeile selbst bauen:
- Das ideale Baumaterial für Gartenküchen sind Leichtbetonblöcke. Sie wiegen nicht viel, sind robust und dennoch einfach zu verarbeiten. Mit Hilfe eines Blockschneidegeräts oder einer Säge mit Hartmetallzähnen lassen sie sich auf die gewünschten Maße bringen und mit Axt oder Maurerhammer anpassen. Leichtbetonblöcke werden mit einem speziell dafür vorgesehenen Fugenmörtel vermauert und anschließend in der Regel verputzt.
- Mauerwerk aus Ziegelsteinen erfordert mehr handwerkliches Geschick. Verwenden Sie für den Außenbereich nur frostsicheres Material. Der Zuschnitt erfolgt mit einem Winkelschleifer: Erst einen Oberflächenschnitt vornehmen, geteilt wird der Ziegel anschließend mit einem kräftigen Hammerschlag. Eine Alternative sind Mauersteine aus Beton.
Der Barbecue-Tresen ist aus den Betonsteinen „Bradstone” gemauert, die täuschend echt wie Schieferstein wirken. (Foto: Kann)
Konstruktionstipps:
- Praktisch zum Mauern ist fertig gekaufter Trockenmörtel. Er ist zwar etwas teurer als selbst angemischter, dafür müssen Sie aber lediglich Wasser zugeben.
- Damit die Gartenküche stabil steht, braucht sie ein Fundament, das bis auf eine frostfreie Tiefe (80 cm) reichen sollte. Am besten eignet sich eine 10–15 cm dicke Bodenplatte aus bewehrtem Beton, die seitlich ca. 10 cm überstehen sollte. Unter das Fundament kommt eine wasserdurchlässige Schicht (ca. 65 cm), zum Beispiel aus Schotter (Korngröße 0/45).
Die bequemere, aber meist kostspieligere Lösung sind vorgefertigte Elemente – mit eingebautem Grill, Kochfeldern, Spülbecken und integriertem Wasser- und Stromanschluss.
Im Handumdrehen aufgebaut: Komplett-Gartenküche mit Gasgrill, Gasherd und Spüle (Foto: www.hagengrote.de)
Wasser- und Stromanschluss
Wer keine unterirdischen Leitungen verlegen möchte, versorgt die Gartenküche bei Bedarf einfach mit Gartenschlauch und Kabeltrommel. Vergewissern Sie sich jedoch vorab, ob ein normaler 220-V-Anschluss ausreicht. Manche Geräte brauchen nämlich Starkstromanschluss. Tipp: PVC-Schläuche geben oft Schadstoffe ans Wasser ab. Für die Nahrungszubereitung sind Sie mit teureren, aber unbedenklichen Schläuchen aus EPDM-Kautschuk oder Gummi auf der sicheren Seite. Das verbrauchte Wasser landet in einem großen Kanister oder wird über die vorhandene Abwasserleitung entsorgt.
