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Im Garten der Sinne

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Foto: CMA

Riechen, fühlen, sehen, hören, schmecken - Ihr Garten kann noch mehr sein als nur ein Ort der Entspannung. Mit unseren Tipps und Anregungen gestalten Sie ihn als grüne Oase der Sinne.

Lärm und Abgase auf der Straße, Musik in jedem Laden und Reklame soweit das Auge reicht – unsere Sinne werden im Alltag stark beansprucht. So stark, dass leise zwitschernde Vögel, raschelnde Blätter oder die kühlende Windbrise auf der Haut kaum mehr in unser Bewusstsein vordringen. Grund genug, unsere abgestumpften Sinne einmal zu neuem Leben zu erwecken. Wo könnte das besser funktionieren als im Garten, in dem alle Sinne gleichwertig angesprochen werden?

Sinfonie der Düfte
Düfte im Garten auf verschiedenen Etagen sind ein Fest für die Nase: An Klettergerüsten ranken Rosen, Geißblatt oder Glyzinen empor. An deren Fuß pflanzen Sie Lavendel, Lilien oder Seifenkraut. Die Rose zählt zu den Luxusdüften der Natur. Wählen Sie alte Sorten wie „Louise Odier”: Die verleihen nicht nur Ihrem Garten, sondern auch Tees oder Potpourris Wohlgeruch.

In den Fugen von Plattenbelägen finden Thymian oder Kriechkamille Platz. Wohlriechende Beete sollten Sie bevorzugt in der Nähe von Sitzplätzen oder entlang von Wegen anlegen. Für duftende Topfgärten auf Balkonen und Fensterbänken eigenen sich Vanilleblumen und Duftpelargonien mit Apfel-, Orangen-, Pfefferminz- oder Zimtaroma.

Streichelpflanzen und Fußmassage
Im Garten ist Berühren nicht nur erlaubt, sondern ausdrücklich erwünscht. Es gibt Pflanzen, da kann man gar nicht anders: Beispielsweise beim haarigen Flaum von Silberblattsalbei und Küchenschelle. Oder bei den fleischigen Blätter der Fetthenne und anderer anspruchsloser Sukkulenten. Eine Wohltat für gestresste Füße ist ein Kiesweg. Legen Sie in Ihrem Garten unterschiedliche Stationen für einen Barfußpfad an: weiches Sternmoos, duftenden Thymian, Holzschwellen, Rindenmulch oder sonnenwarmen Sand.

In Farben schwelgen
Im Garten lernen Sie, die Welt mit „neuen” Augen zu sehen: das Öffnen einer Blüte, die zarten Zeichnungen auf den Blättern, das Licht- und Schattenspiel der Blätter. Reizvoll sind Pflanzenkombinationen, die mit Blüten- oder Blattkontrasten spielen. So steigern sich beispielsweise die tellerartig flachen Dolden der Schafgarbe und die straff aufrechten Kerzen des Rittersporns gegenseitig in ihrer Wirkung. Auch mit Blütenfarben können Sie ausdrucksstarke Kompositionen verwirklichen. Das ganze Jahr über sind farbkräftiges Klinkerpflaster und immergrüne Buchskugeln ein Blickfang.

Süße Früchtchen direkt vom Strauch
Auch Gaumenfreuden hat der Garten reichlich zu bieten. Eine kleine „Naschecke” beispielsweise mit Erdbeerstauden, Himbeer- oder Johannesbeersträuchern findet überall Platz. Die Früchte können Sie dort ohne Vitaminverlust direkt von der Hand in den Mund essen: Denn der pure, unverfälschte Genuss steht wieder hoch im Kurs.