Fotoaktion: Altes geknipst & Neues gewonnen

- „Um den ständigen Ärger über abfallende Klebe-, Saug- und Handtuchhaken zu beenden, hatte mein Mann folgende Idee: An einem Regalbrett befestigte er sechs Gabeln, welche er zu Haken verbogen/gebogen hatte”, schrieb uns Marianne K. aus Neckargemünd.
In einer früheren Ausgabe hatten wir Sie aufgefordert, etwas Originelles in Ihrer Küche zu fotografieren – einen urigen Kühlschrank, einen betagten Herd oder eine nette Erinnerung an Omas Küche – und uns das Bild zu schicken.
Mit Ihren Einsendungen kamen so viele originelle Bilder und kuriose Geschichten zusammen, dass wir hier eine kleine Sammlung zusammengestellt haben. Vielen Dank nochmals an alle, die bei unserer Fotoaktion mitgemacht haben.
Die schönsten Küchen-Bilder und Geschichten:
Steve B. aus Zeulenroda – Triebes schrieb uns:
„Hallo, ich möchte mit unserem Küchentisch, der bereits geschichtsträchtig ist, gerne an ihrer Fotoaktion teilnehmen. Der Tisch und die Stühle bestehen nach Angaben meines Großvaters, mindestens seit 70 Jahren, in unserem Haushalt. Aufgrund dieser Historie können wir uns auch nicht von diesem Ensemble trennen. Das Foto stammt aus der Zeit des 2. Weltkrieges, von 1942. Es herrschte zu dieser Stunde gerade Fliegeralarm was an den abgedunkelten Fenstern und dem herausgezogenen Volksempfänger zu erkennen ist. Man sieht darauf Frauen aus meiner Verwandtschaft und der Nachbarschaft beim Rupfen von Gänsefedern zum Befüllen von Bettzeug. Nur die Stühle erhielten einen neuen Anstrich. Mit freundlichen Grüßen Steve B.”
Katrin B. aus Römstedt schrieb uns:
„Unsere kleine „Baldur Küchenhexe” haben wir unter Staub und Plunder beim Trödler entdeckt: verliebt, gekauft, gereinigt, geschweißt. Und die Kochplatte mit Brandfarbe gestrichen, nun sieht sie aus wie am ersten Tag. Die Füße haben wir viermal lackiert und wieder abgeschliffen, doch „im Original am Schönsten” befunden. Zur Zeit ist das Buffett ein Dekostück in unserer Essküche und vielleicht bald wieder angeschlossen...”
Constanze J. aus Bremen:
„Als ich Kind war, gab es, immer wenn Familienfeiern waren, den „Guten Kaffee“, Uroma saß auf dem Stuhl in Kittelschürze und kurbelte die alte Kaffeemühle. Und der Kaffeeduft strömte durch das ganze Haus. Der Moment hatte etwas Gemütliches und doch Feierliches. Erinnerungen die man nicht vergisst :).”
Diese farbenfrohe Küche fotografierte Christoph S. aus Heidenheim in einer traditionellen Wohnsiedlung in Südafrika.
Peter R. aus Eichstätt schrieb an die Redaktion:
„Hallo,
das ist der alte Feuerofen meiner Mutter, welcher so manchen Braten zubereitete. Der Holzofen wird um die Weihnachtszeit von meiner Mutter genutzt, um damit die Familie zu bekochen. Ich wünschte mir, meine Mutter bekäme einen Ihrer Preise, denn sie hätte es verdient.
Mit freundlichen Grüßen, Peter R.”
„Dieser wunderschöne Teller von Villeroy & Boch gehörte einst in den Hausstand meiner Omi und ist heute ein lieb gewonnenes Erbstück. Meine Oma war eine begnadete Köchin. Als kleines Mädchen war ich oft bei ihr und mein Lieblingsplatz war in der Küche. Wenn Omi gekocht hat, dann durfte ich immer auf der Arbeitsplatte vorm Fenster, mit Blick in den Apfelbaum, sitzen. Weit genug weg vom Herd, aber nahe genug, um alles genau zu sehen. So habe ich viel gelernt und habe heute selbst viel Spaß am Kochen. Gegessen wurde von dem Service von Villeroy und Boch. Mein Teller war immer der mit der Tulpe drauf. Von einem anderen Teller habe ich einfach nicht gegessen, das war unmöglich. So war es dann selbstverständlich, dass die zwei Tulpenteller in meinen Besitz wanderten, als der Hausstand meiner Oma aufgelöst wurd,. Wenn ich sie ab und zu aus dem Schrank hole, denke ich an meine Oma und an meinen Lieblingsplatz in der Küche.” Micaela E. aus Mühlheim Ruhr
„Oma's Kaffeemühle, ihre Kaffeekanne und allerlei alte Dinge stehen auf dem schönen, alten Regal”, schrieb uns Frau Annely S. aus Nordhorn
Dieser sehr schöne, uralte Herd steht in der Küche von Herrn Paul F. aus Grevenbroich. Er schrieb uns dazu folgende kleine „Küchen-Geschichte”:
„Auf diesem Herd hat meine Mutter vor sieben Jahren noch täglich gekocht, außerdem diente er als Wärmequelle. Jetzt dient er nur noch zur Dekoration. Paul F.”
Herr Stahl hat seine osttiroler Getreidemühle geknipst. Er gewann damit den Hauptpreis, eine Geschirrspülmaschine von Siemens. Er und seine Frau freuen sich: „Toll, wir haben das erste Mal etwas gewonnen!”
