Gesund kochen – mit Kräutern und Gewürzen

- Foto: Schuhbecks Gewürze GmbH
Wem Nährwerttabellen und immer wieder neue Theorien lästig sind, der kann sich vielleicht mit folgender einfachen, aber gesunden Formel anfreunden: nicht zu fett, nicht zu süß und nicht zu einseitig.
Eine abwechslungsreiche Küche macht Spaß, schmeckt lecker, bewahrt vor Mangelerscheinungen und beansprucht nicht zwingend mehr Zeit. Mal rot mal grün, mal scharf mal mild, mal roh mal gekocht, mal indisch und mal italienisch. Die Möglichkeiten für eine vielseitige Ernährung scheinen grenzenlos. Gehen Sie auf Entdeckungsreise, und probieren Sie aus.
Gewürze und Kräuter
Stets gefragt für eine bunte Küche sind Gewürze und Kräuter. Einzeln oder in Kombination lassen sich zahllose Geschmäcker und Aromen zaubern. Darüber hinaus haben viele Gewürze gesundheitsfördernde Eigenschaften:
- Kümmel hilft bei leichten Magenkrämpfen und Völlegefühl – reich an Vitamin C stärkt er zudem das Immunsystem.
- Kardamom unterstützt den Gehirnstoffwechsel und steigert die Konzentrationsfähigkeit.
- Zitronengras hat entzündungshemmende Eigenschaften und wirkt außerdem beruhigend auf das zentrale Nervensystem.
Die Wirkungsweise von Gewürzen hängt neben den jeweiligen Inhaltsstoffen davon ab, wie sie auf bestimmte Verarbeitungsarten wie Schneiden, Mahlen, Erhitzen, Trocknen usw. reagieren:
Während Thymian beim Trocknen an Geschmack gewinnt und Vanilleschoten, Pfefferkörner oder Gewürznelken ihre Wirkstoffe überhaupt erst getrocknet preisgeben, geht die Würzkraft von Basilikum oder Petersilie beim Trocknen verloren. Bei Rosmarin, Oregano, Ingwer oder Minze schmeckt die frische wie auch die getrocknete Variante, wenn auch jeweils anders.
Der beliebte Star- und Fernsehkoch Alfons Schuhbeck gibt folgende weiteren Tipps für die gesundheitsfördernde Wirkung von Gewürzen und Kräutern:
- Fenchel ist ideal für fette Speisen, da sein ätherisches Öl die Produktion der Magensäfte anregt. Um das Öl freizusetzen, müssen Sie die Fenchelsamen vorher zerquetschen (z. B. mit einem Mörser).
- Beifuß macht nicht nur Ente und Gans bekömmlich, sondern auch Gerichte mit Pilzen, Hülsen-früchten oder Kohl. Entscheidend für seine verdauungsfördernde Wirkung ist, dass er mitgekocht wird.
- Chili harmoniert perfekt mit Vanille, denn beide enthalten Wirkstoffe, die sich positiv auf das Nervensystem auswirken.
Alfons Schuhbeck widmet sich mit Vorliebe und Neugier der Vielfalt an Gewürzen aus aller Welt. Im Interview spricht er über seine Idee von einer gesunden Küche und über seine Liebe zu Gewürzen:
Herr Schuhbeck, warum spielt für Sie der Aspekt Gesundheit beim Kochen eine so große Rolle?
Wer sich mehr für sein Horoskop als für ausgewogene Ernährung interessiert, muss sich nicht wundern, wenn er sich nicht wohlfühlt und öfters krank ist. Kochen dient nicht nur dem Genuss, sondern auch der Ernährung, und die sollte grundsätzlich gesund sein.
Wie wichtig sind dafür frische Zutaten?
Frische Produkte sind Grundvoraussetzung für eine gesunde und genussvolle Küche. Doch nicht alles, was heutzutage frisch ist, ist auch gut und gesund; und aufgrund der modernen Techniken in der Lebensmittelbranche ist beispielsweise nicht alles Eingefrorene weniger gut. Es gilt heute, neben der Frische, vor allem auf Qualität zu achten.
Wo in der Welt ist Ihre Lieblings-Gewürzregion?
Ich fühle mich überall wohl, wo man nicht bloß salzt und pfeffert. Der Orient und Asien sind besonders inspirierend – auch für unsere Küche hierzulande.
Welches Gewürz verwenden Sie persönlich am liebsten?
Besonders gern nehme ich Ingwer, weil er sich so gut mit anderen Aromen verbindet und deren Zusammenspiel fördert – und weil er so gesund ist. Auch Vanille mag ich sehr, weil sie eine beschönigende Wirkung hat. Knoblauch zum Beispiel wird durch etwas Vanille ästhetisch.
