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Streichen: Neue Farbe an die Wand!

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Foto: www.farbqualitaet.de

Lust auf Veränderung? Ein neuer Wandanstrich ist eine vergleichsweise einfache Renovierungsmaßnahme mit großer Wirkung. Am günstigsten ist es, selbst zu Pinsel und Farbe zu greifen.

Welche Farbe soll es werden?

Lieber knallig bunt oder zurückhaltend elegant? Nehmen Sie vor dem Kauf der Farbe verschiedene Farbkärtchen mit nach Hause und prüfen Sie den Ton in der späteren Umgebung. Aufgepasst: Großflächig auf der Wand aufgetragen, erscheint die Farbe immer eine Nuance dunkler als auf dem Karton. Es lohnt sich, Qualitätsfarbe zu kaufen: Mit dem Preis steigt in der Regel auch der Anteil von Farbpigmenten, und das wiederum spart Arbeit. Werden Farben der Klasse 1 verwendet, muss im Normalfall nur einmal gestrichen werden. Billigprodukte (Klasse 3 und schlechter) haben eine geringere Deckkraft.

Untergrund optimal vorbereiten

Abblätternde Farbe wird mit einem Spachtel durch Abkratzen, Abschaben oder mit einer Drahtbürste entfernt. Auch Schleifpapier kann weiterhelfen. Sich lösende Tapeten mit Kleister wieder ankleben. Lose Putzteile entfernen, rissige Putzoberflächen vor dem neuen Anstrich verspachteln und schleifen. Ungleichmäßig saugende oder sandende Putzuntergründe können mit Acryl-Tiefgrund vorbehandelt werden.

Böden und Möbel schützen

Alles was keine Farbe abbekommen soll, muss geschützt werden. Eine Folie deckt den Boden ab, Malerkrepp sorgt für die saubere Trennung zu Türrahmen, Fenstern oder anderen Teilen. Sockelleisten werden abmontiert oder ebenfalls mit Klebeband und Folie geschützt. Im Optimalfall räumt man die Möbel aus dem Zimmer, sie können aber auch in der Raummitte mit einer Folie abgedeckt werden. Steckdosen sind schnell abmontiert, das ist einfacher und gibt ein besseres Ergebnis als das mühsame Umkleben mit Malerkrepp. Vor dem Abschrauben über die Sicherung den Strom abschalten.

Qualitätswerkzeug verwenden

Wie beim Kauf der Farbe lohnt es sich auch beim Werkzeug auf Qualität zu achten. Mit Pinseln, die Haare verlieren, oder fusselnden Farbrollen macht die Arbeit keine Freude. Qualitätspinsel ergeben einen dickeren, gleichmäßigeren Anstrich mit größerer Deckkraft. Pinsel vor der Benutzung tränken – je nach Lösemittel der Farbe in Wasser oder in Verdünnung. Gute Roller, die dicker und flaumiger sind als Billigprodukte, können mehr Farbe aufnehmen und tropfen bzw. spritzen weniger. Sie tragen die Farbe dicker und glatter auf. Kurzflorige Roller (6 mm bis 9 mm) sind für glatte Flächen gut geeignet, langflorige (12 mm bis 25 mm) werden beispielsweise für Mauerwerk verwendet.

Bahn für Bahn

Zu kalt sollte es zum Streichen nicht sein. Beginnen Sie nur dann, wenn die Temperatur in den nächsten 36 Stunden aller Wahrscheinlichkeit nach über der empfohlenen Mindesttemperatur (oft 5 °C) liegt. Streichen Sie möglichst ohne Pausen, Nass in Nass, damit keine Ansätze sichtbar sind. Bei hohen Räumen kann die Farbrolle an einer Teleskop-Verlängerung befestigt werden. So wird das bahnweise Durchstreichen in einem Zug von der Decke zum Boden ermöglicht (Alternative: Farbroller mit festem Klebeband an einem Besenstil befestigen). Streichen Sie für ein gleichmäßiges Erscheinungsbild von der Lichtquelle weg (also vom Fenster zum Innenraum). Damit Sie das Werkzeug nicht ständig auswaschen müssen, können Sie es in den Streichpausen oder über Nacht in Frischhaltefolie gut einpacken.

Reinigen des Materials

Waschen Sie Pinsel und Farbroller nach der Arbeit gründlich aus. Auch wenn es Zeit kostet: Reinigen Sie die Materialien unter lauwarmem Wasser so lange, bis keine Farbe mehr austritt.

Foto: www.farbqualitaet.de

 


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