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Tapezieren – so geht‘s

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Foto: Erfurt

Sie möchten beim Tapezieren selbst Hand anlegen? Wir zeigen Schritt für Schritt wie es geht.

Zunächst sollten Sie den Verbrauch exakt berechnen. Er ist von der Rollenlänge und Breite abhängig, das Standardmaß beträgt 10,05 x 0,53 Meter, es werden jedoch auch abweichende Maße angeboten. Einige Tapetenhersteller bieten Online-Verbrauchsrechner (zum Beispiel Marburg, Erfurt, Rasch).

Die Tapeziertechnik variiert mit dem Material, wobei es uns die modernen Vliestapeten besonders leicht machen: Hier wird der Kleister direkt auf die Wand aufgetragen. Bei allen anderen Tapetenarten kommt der Kleister auf die Tapete (siehe Arbeitsschritte).

Lust auf neue Kleider für die Wände? Hier eine Übersicht über Werkzeuge und Arbeitsschritte.

Nützliches Werkzeug

Entfernen alter Tapeten
Zuschnitt der Bahnen
Einkleistern
Ausrichten
Anbringen
Abschneiden des Überstands
Reinigungsarbeiten

Arbeitsschritte

1. Alte Tapete entfernen: Zum Ablösen die alte Tapete gut einweichen. Im Handel ist spezieller Tapetenablöser erhältlich, in der Praxis hat sich auch Wasser mit Spülmittel bewährt. Tragen Sie die Flüssigkeit mit dem Quast auf – einige Minuten einwirken lassen. Hartnäckige Fälle kann man mit speziellen Werkzeugen zu Leibe rücken.

Nach dem Ablösen des alten Wandbelags werden Risse und Löcher im Untergrund mit Spachtelmasse gefüllt und mit Sandpapier geschliffen. Eine anschließende Behandlung mit festigendem Tapeziergrund empfiehlt sich vor allem bei älteren, sandenden Putzen.

Vorsicht bei Gipskarton-Untergrund: Um beim Abziehen der Tapeten den Untergrund nicht zu beschädigen, den Schaber in einem flachen Winkel führen.

2. Neu Tapezieren: Rechnen Sie beim Zuschnitt zur Bahnlänge einige Zentimeter hinzu (Faustregel: Raumhöhe plus 5 bis 10 Zentimeter, bei Mustertapeten mehr). Diese werden später, wenn die Tapete an der Wand klebt, abgeschnitten.

3. Kleister anrühren und quellen lassen. Nach dem Zuschnitt wird gleichmäßig eingekleistert. Wichtig ist, bei allen Tapetenbahnen die selbe Weichzeit einzuhalten, das heißt, die Bahn kommt nach dem Kleistern nicht direkt an die Wand, sondern wird für 5 bis 10 Minuten zusammengelegt (2/3 von oben und 1/3 von unten einschlagen).  Bereiten Sie nur wenige Bahnen vor, sonst wird der Kleister zu trocken.

4. Die erste Bahn mit Hilfe von Senklot oder Wasserwaage anbringen. Der Anfang muss sitzen: Alle anderen richten sich an der ersten Bahn aus. Zugluft vermeiden. Arbeiten Sie mit dem Licht, also vom Fenster weg.

 

 

 

 

 

 

 

5. Die Tapete vorsichtig andrücken und von der Mitte nach außen mit einer Bürste ausstreichen. Für Gewebetapeten Tapezierwalze aus Moosgummi verwenden.

 

 

 

 

 

 

 

 

6. Überstehende Tapetenbahnen mit der Schiene andrücken und mit dem Universalmesser (auf scharfe, ungebrochene Klinge achten) abschneiden.
Kleisterflecken lassen sich mit einem feuchten Schwamm entfernen.

Fotos: Erfurt

Weiterführende Informationen: