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Gesund wohnen – Schadstoffen auf der Spur

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Foto: Paint Quality Institute

Der ideale Lebensraum ist frei von Schadstoffen. Wenn jedoch Teppich, Wand oder Buchregal bedenkliche Stoffe ausgasen, können Kopfschmerzen, Schleimhautreizungen, Übelkeit, Schwindel oder Abgeschlagenheit die Folge sein.

Die vertraute Einrichtung und ein stimmiges Farbkonzept tragen erheblich zu unserem Wohlbefinden bei. Doch auch die Materialwahl spielt in Sachen Wohngesundheit eine wichtige Rolle.

Holz
Eine Wohnung ohne Holz ist kaum denkbar. Für Möbel finden in der Regel Verwendung:

Von unbehandelten Holzböden sind meist keine Ausdünstungen zu erwarten. Es sei denn, man verklebt die Böden oder versiegelt deren Oberfläche durch Lacke. Wer auf Nummer sicher gehen will, verwendet daher kleberfrei verlegbare Böden und Öl oder Wachs für die Oberflächenbehandlung. Nicht versiegelte Böden sind vielleicht etwas weniger pflegeleicht, dafür regulieren sie aber die Luftfeuchtigkeit im Raum.

Farben und Lacke
Farben und Lacke bringen Leben ins Haus, unter Umständen aber auch jede Menge Lösemittel, Konservierungsstoffe oder Weichmacher. Schadstoffarme Produkte erkennen Sie am Blauen Engel. Die beste Wahl bei Lacken sind derzeit Dispersionslacke (Acryllacke), die mit nur etwa zehn Prozent Lösemittel auskommen.

Naturfarben und -lacke werden aus nachwachsenden Rohstoffen und völlig ohne Chemie hergestellt. Sie enthalten zwar wenig Schadstoffe, aber bis zu 60 Prozent Lösemittel – meist aus Kiefern gewonnenes Terpentinöl oder Citrusschalenöl. Diese Produkte erhalten deshalb auch nicht den Blauen Engel, der höchstens 15 Prozent erlaubt.

Teppiche
Problematisch bei Teppichen sind Zusatzausrüstungen wie Anti-Statika, Antischmutz-Präparate oder Mottenschutzmittel. Auch Schaumstoffrücken können ausdünsten. Oft kommen die Ausdünstungen jedoch nicht vom Teppich selbst, sondern vom Bodenkleber. Also am besten lose verlegen, mit doppelseitigem Klebeband fixieren oder auf sehr emissionsarme Dispersionsklebstoffe zurückgreifen. Prinzipiell gilt: Nach dem Verlegen häufig lüften.

Schadstoffen auf der Spur
Um Schadstoffe in der Luft ausfindig zu machen, bieten sich Raumluftanalysen an. Die Arbeitsgemeinschaft ökologischer Forschungsinstitute e.V. (AGÖF) vermittelt Adressen von qualifizierten Messinstituten und Beratern. Oft reicht eine Materialprobe, die man an das entsprechende Labor schickt. So entfallen die Anfahrtskosten.

Wichtige Gütesiegel
Bei der Auswahl wohngesunder Materialien und Möbel helfen Ihnen Gütesiegel. Die wichtigsten sind der Blaue Engel sowie das DVE-GS-Zeichen.

Weiterführende Informationen: