Heimsauna: Komponenten, Material, Konstruktion
Die Heimsauna besteht, wie die öffentliche, im Wesentlichen aus zwei Komponenten: der Saunakabine und dem Saunaofen.
Bei den Kabinen wiederum gibt es zwei Wandkonstruktionen – ob maßgeschneidert oder als Typensauna, ob vom Handwerksbetrieb oder in Eigenleistung eingebaut:
- Die Massivholzsauna – ein Bausystem, bei dem einzelne Vollholzbohlen aufeinander gesteckt und mit wandhohen Schrauben verspannt werden. Je nach Holzfeuchte beim Einbau müssen diese Schrauben einige Monate wöchentlich nachgespannt werden.
- Die Elementbausauna – charakteristisch ist der mehrschichtige Wandaufbau. Zwei Schichten aus massiven Holzprofilen umschließen Dämmung und Dampfsperre.
In erster Linie finden naturbelassene und unbehandelte Hemlocktanne und Nordische Fichte Verwendung, weil diese Hölzer im Gegensatz zur Kiefer harzarm sind. Saunabänke werden auch aus heimischer Pappel oder Abachi gefertigt.
Der Saunaofen, das Herzstück einer jeden Sauna, wird heutzutage mit Strom betrieben. Bei großen Kabinen ab zirka sechs Kubikmeter mit Starkstrom, für kleine Kabinen reicht Wechselstrom zum Aufheizen. Man rechnet grob 1 Kilowattstunde Leistung pro Kubikmeter Saunakabine. Aufheizzeit auf 90 Grad Celsius: rund 1 Stunde, bis die Sauna „reif” ist. Da bezüglich Elektrik auch sicherheitstechnische Anforderungen erfüllt werden müssen, ist der Stromanschluss Aufgabe eines Fachmanns.
Der Raum, in dem die Sauna aufgebaut wird, muss über Fenster zu lüften sein. Der Boden ist vorzugsweise gefliest.
Heimsaunen gibt es maßgefertigt in beliebiger Größe, als Fertigkabine schon rund 1.500 Euro. Große Kabinen und Luxusausführungen kosten bis über 10.000 Euro.
Informationen und Kauftipps über die Gütegemeinschaft Saunabau e. V., Postfach 58 20, 65048 Wiesbaden, Telefon 0611/17 36– 0. Oder über das Internet unter www.sauna-ral.de Rubrik „Bestimmungen”. Die Mitgliedsfirmen der Gütegemeinschaft führen das RAL-Gütezeichen.
Weiterführende Informationen:
- Wohnen & Leben-PDF: Saunabau (168 kB)

