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Kosten für ein Home-Office

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„Zur Arbeit gehen” bedeutet für viele die morgendliche Fahrt ins Büro. Will man von zu Hause aus arbeiten, kann eine kleine Ecke im Wohnbereich schon ausreichen – ausgestattet mit Schreibtisch und Notebook – oder es wird ein größerer Umbau notwendig – drei Beispiele:

Kleine Lösung – Heimbüro
Es hängt von der Art der Tätigkeit in Haus oder Wohnung ab, ob sich ein Heimbüro einrichten lässt. Je nach Erfordernissen reicht eine Nische im Flur oder unter dem Treppenbogen. Ist eine Galerie vorhanden, kann diese zum Beratungsbüro umfunktioniert werden. Auch ein Abstellraum wird durch überlegte Einrichtungsideen zu einem praktischen Büro. Für eine Computerausrüstung und für neue Arbeitsmöbel sind – auch bei einer kleinen Lösung – durchaus leicht 5.000 Euro einzuplanen.

Mittlere Lösung Familie und Beruf
Nach der Geburt der beiden Kindern wollte eine Versicherungsangestellte weiter aktiv am Berufsleben teilnehmen. Ihr Arbeitgeber baute einen Computer zu Hause auf und übernahm anteilige Betriebskosten, etwa Leitungs- und Stromgebühren. Einmal in der Woche treffen sich nun die Telearbeitskolleginnen im Büro der Firma zur Arbeitsbesprechung.

Wohlüberlegt war die Entscheidung das Heimbüro im Wohnzimmer in der gemütlichen Lese-Ecke einzurichten. „Von hier aus habe ich alles im Griff”, begründet die junge Mutter die Wahl. Eine Pflanze trennt den Computerplatz vom übrigen Wohnzimmer. Der Blick auf den Laufstall und zur Wohnzimmertür ist dadurch leicht möglich. Die passende Möblierung ist bei einer solchen Lösung wichtig. Bei der Einrichtung des neuen Arbeitsplatzes wurde ein Teil des Wohnzimmers auch gleich mitrenoviert. Insgesamt entstanden Kosten von 12.000 Euro.

Die größere Lösung: Wände versetzen
Nicht immer erfolgt der Wechsel vom Firmengebäude in den heimischen Bereich aus eigenem Antrieb. So in einem anderen Beispiel: Eine 49-Jährige Mitarbeiterin eines Grafik-Studios, alleinerziehende Mutter von zwei Söhnen, verlor ihren Arbeitsplatz. Sie entschloss sich Unternehmerin zu werden. Von einem Teil ihrer Abfindung schaffte sie sich Text- und Bildbearbeitungsgeräte an. Beim Planungsgespräch mit dem Architekten fand sich leicht ein geeigneter Bereich im Reihenhaus. Das wurde möglich, weil im Obergeschoss die nichttragenden Innenwände aus Leichtbauplatten bestanden. Diese sind auch noch nach Jahren mit relativ wenig Bauschmutz und -lärm zu entfernen. Für den Arbeitsplatz unterm eigenen Dach wurde die Grundrissarchitektur verändert und neue Wände eingezogen. Dies konnte mit einem Aufwand von 30.000 Euro realisiert werden.